Storchengeschichten

Besondere Geschichten rund um unsere Störche

19.07.2018: Jungstorch gerettet

Stolz sind die Mestliner auf ihre Störche, immerhin waren einst 12 Nester belegt. Doch das ist lange her und in den vergangenen Jahren waren im Dorf Mestlin nur noch zwei Nester belegt. Umso mehr die Freude in diesem Jahr, dass das Nest beim Pastorhaus wieder belegt ist. Drei Jungtiere schlüpften aus ihren Eiern und die Storcheneltern kümmerten sich liebevoll und Pflege und Nahrung.

Aus unbekannten Gründen stellten die Alttiere aber dann das Füttern ein. Einwohner wie Helmut Schulz beobachteten, dass plötzlich das Füttern unterblieb. Täglich wurde nach dem Nest geschaut und als am Mittwoch ein Flügel leblos auf dem Nestrand lag, informierte Schulz die Bürgermeisterin Verena Nörenberg-Kolbow. Mit Hilfe weiterer Anwohner wurde Konrad Peßner verständigt, der ist der Storchenbeauftragte des Altkreises Parchim. Er gab die Erlaubnis, das Nest zu besteigen und noch lebende Jungvögel zu retten und dem Schweriner Zoo zu übergeben.

Mit Hilfe der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mestlin startete nun die Rettungsaktion. Marco Hochleiter stieg auf die große dreiteilige Schiebleiter und konnte in rund zehn Metern Höhe ein totes Tier aus dem Nest räumen und noch ein weiteres – noch lebendes – mit nach unten bringen. Von dem dritten Jungtier war nichts mehr zu sehen. Vermutlich hat das überlebende Tier aus Hungersnot dieses aufgefressen. Wieder unten angekommen wurde das Tier erst einmal begutachtet. Es hatte einen völlig verdreckten Schnabel und machte einen schwachen Eindruck. Als erstes Hilfsmaßnahme wurde mittels einer Sprühflasche dem Tier etwas Feuchtigkeit gegeben.

Bereits vor 19 Jahren wurde von dem gleichen Nest ein Tier gerettet und vom Schweriner Zoo in der Quarantänestation aufgenommen. Diesmal allerdings klappte es nicht mit dem Zoo, da am Mittwochnachmittag niemand telefonisch erreichbar war. So erinnerte man sich an Heinz Kriesel in Kläden. Er kennt sich mit verwaisten und auch verletzten Wildtieren aus, hatte er doch mit einem Verein einst eine Station für derartige Tiere betrieben. Er nahm das Tier auch sogleich in Obhut, reinigte den Schnabel und Schlund. „Mittlerweile ist das Tier wohlauf, es frisst, läuft umher und dürfte gute Chancen haben, ein gutes Storchenleben zu führen“, meinte Kriesel gestern Vormittag.

Der Ordnung halber wurde Christin Zscheile beim Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) verständigt. Sie informierte daraufhin Jens Krüger vom Storchenhof in Papendorf bei Pasewalk, der das Tier am 21. Juli 2018 übernahm. „Bei uns sind derzeit acht Pflegestörche untergebracht, die leben auf einem Nest in zwei Metern Höhe und werden wieder ausgewildert“, erzählt Krüger. Der Storchenhof in Papendorf bei Pasewalk wird ehrenamtlich von einem Verein betrieben, der sich vorrangig um die Rettung von Wildvögeln kümmert.

Hier die Bilder von der Ankunft im Storchenhof in Papendorf.

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März 2008: Adebar hat eine neue Wohnung

Ein neues Nest für Meister Adebar wurde im März 2008 von den Gemeindearbeitern mit starker Unterstützung des Stromversorgers Wemag in Mestlin aufgestellt. Das vorherige war rund 30 Jahre alt und zerbrochen.
Als Bürgermeister Uwe Schultze davon hörte, setzte er sich umgehend mit den Experten der Naturkontaktstation des Fördervereins Langenhägener Seewiesen zusammen. Auch von der Unteren Naturschutzbehörde in der Kreisverwaltung kam Unterstützung. Die Behörde vermittelte eine stabile Metallkonstruktion von dem Verein Renal e. V. aus Banzkow. Die Wemag, bekannt für ihre Unterstützung beim Erhalt und Wiederaufbau von Storchennestern, ließ sich auch nicht lange bitten. Nachdem in der Naturkontaktstation Langenhagen die Metallkonstruktion noch mit Weidenzweigen "verkleidet" wurde, kam der große Tag des Aufbaus.
Die beiden Gemeindearbeiter Rainer Nörenberg und Walter Groß hatten die neue Nestgrundlage vorbereitet und Jan Graffenberger stand mit der mobilen Hebebühne der Wemag bereit. Zuvor entfernte Rainer Nörenberg die Reste des alten Nestes. Nachdem alles fest verankert war, wurde die Nestfläche noch mit einer Grasnarbe abgedeckt, damit der Boden dicht ist.
An gleicher Stelle stand bis etwa um 1980 herum die einstige Heuscheune. Auf alten Fotos von 1918 ist zu sehen, dass bereits damals der Storch hier brütete.

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Juni 2008: Jungstorch aus dem Nest gestoßen

Auf dem Gelände der Auffangstation für verletzte und verwaiste Wildtiere in Kläden bei Dobbertin wurde im Juni 2008 ein kleiner Storch, der von seinen Eltern aus dem Nest an der Mestliner Bäckerei Melchert gestoßen wurde, von Heinz Kriesel, dem Geschäftsführer des Vereins, aufgezogen.

Knapp 20 Nestauswürfe sind ihm in den vergangenen Tagen bereits bekannt geworden, nur zwei Tiere waren überlebensfähig. Das ist der Mestliner Storch und ein weiterer, der aus einem Nest in Zepelin bei Bützow stammt. Beide schmiegen sich im Nest aneinander und suchen scheinbar gegenseitig die Nestwärme. Die beiden von ihren Eltern ausgestoßenen Tiere sind jetzt Stiefgeschwister und tun fast so, als wären sie schon immer zusammen gewesen.

Für das notwendige Ersatznest hat Heinz Kriesel Reisigzweige auf einem Autoreifen platziert und so ein naturgetreues Nest gebaut. Die beiden jungen Adebare haben es angenommen und sehen gut und kräftig aus. Und vor allem Hunger haben sie, viel Hunger. „Wir bekommen dankenswerter Weise Fisch vom Sternberger Fischer Andreas Frischke“, sagt Kriesel und mit der langen Grillzange reicht er dem Jungstorch eine Plötze. Mit der Pinzette wird das Wasser gereicht und satt legen sich die beiden Adebars wieder auf ihren Nestboden.

Am 18. August 2008 erhielten wir die Nachricht, dass der Storch mit seinen Artgenossen den Flug gen Süden angetreten hat. Somit hat der Jungstorch den "Rausschmiss" dank der SOS-Station für verletzte und verwaiste Wildtiere in Kläden überlebt!

Heinz Kriesel füttert den Jungstorch

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19.03.2005: Den Sommersitz von Adebar saniert

Am 19. März 2005 haben Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die Jäger aus Mestlin das Storchennest am Forsthof erneuert. Das vorhandene Holzrad wurde bereits in der DDR-Zeit mit einer Metallstütze durch die damalige Prüfgruppe verstärkt. Nun drohte es aber doch abzustürzen. Rechtzeitig, bevor Meister Adebar seinen Mestliner Sommersitz bezieht, wurde dieses nun saniert und wieder installiert. Das Nest wurde mit etlichen Weidenzweigen und Ästen geflochten und altes Nistmaterial wurde verwendet. Nun hoffen alle, dass das alte, neue Nest wieder angenommen wird.

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Juli 2003: Storchendorfschilder

Nun ist es offiziell: Mestlin ist Storchendorf!

An allen vier Ausfallstraßen der Gemeinde Mestlin weisen seit Juli 2003 die neuen Zusatzschilder auf die vielen Störche hin. In der Gemeinde gibt es 12 Nester, in Mestlin selbst sind es fünf Nester

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24. 07.2002: Ein Jungstorch auf dem Grill

"Da brat' mir doch einer (k)einen Storch"

Am 24. Juli 2002 fiel ein Jungstorch aus dem Nest bei der Bäckerei Melchert. Als "Ersatznest" suchte er sich den Rundgrill auf dem Hof aus. Er fand nach rund zehn Tagen aber den Weg wieder auf sein richtiges Nest.

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August 1999: Adebar verpasste Rückflug

Im Jahre 1999 hatte der Jungstorch am Pastorhaus noch keine Flugversuche unternommen. Während seine Altersgenossen aus anderen Nestern schon einige Flugstunden hinter sich haben, sitzt dieser noch immer im Nest. Nachfragen beim "Storchenvater" Konrad Peßner aus Frauenmark erhärteten die Vermutung, dass der Jungvogel zu schwach entwickelt ist. Erst am 23. April 1999 begannen die Altvögel mit der Brut.
So wurde Jungvogel mit Hilfe der Kameraden von der Mestliner Feuerwehr aus seinem Nest gehoben und per Auto in den Schweriner Zoo gebracht. Hier nahm ihn die Tierpflegerin Heike Koniarczyk in Obhut. "Nach ein paar Tagen Beobachtung, kann er mit den anderen fünf Jungstörchen zusammenkommen, die hier bereits ein Zuhause bekamen", erläutert die Fachfrau. Wenn der Storch sich gut entwickelt, kann er vielleicht im nächsten Jahr mit nach Afrika fliegen...

Konrad Peßner bringt den Storch
in den Schweriner Zoo

Tierpflegerin Heike Koniarczyk kümmert sich im Schweriner Zoo um den Mestliner Storch

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